| Im Zentrum des Wiener
Zentralfriedhofs gelegen, ist die Karl-Borromäus- Kirche das überragende Gebäude
und der wichtigste Orientierungspunkt. Die Wiener nennen dieses Jugenstiljuwel Dr.
Karl-Lueger-Gedächtniskirche, weil sich im Gruftraum der Sarkophag des Bürgermeisters
Karl Lueger befindet. Dr.
Karl Lueger (ausgesprochen Lu-eger und nicht Lüger) war einer der
Lieblingsbürgermeister der Wiener und jeder kennt hier das Wienerlied, in dem er seinem
Steuerzahler die Hand reicht und sich bei ihm bedankt.
Dieser Zentralkuppelbau im Jugendstil wurde 1908 - 1910 von Max Hegele, einem Schüler Otto Wagners, erbaut. Kurz vorher (1903 - 1907) erbaute Otto Wagner die Kirche am Steinhof, die nach ihrer Renovierung ebenfalls wieder besucht werden kann. Diese beiden Kirchen werden gerne in einem Atemzug genannt, wenn es um hervorragende Beispiele des Wiener Jugendstils geht. Vor der Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus ist die Gruft der österreichischen Bundespräsidenten, eine eher schmucklose Anlage, zu der es am Ende dieser Seite ebenfalls Fotos gibt. Durch die Lage weit weg vom Stadtzentrum und innerhalb eines Friedhofs beschränkt sich die Nutzung dieses wunderbaren Gebäudes auf die dafür vorgesehen Zwecke, Trauerfeiern und Gottesdienste. Da die aktuell genutzten Gräbergruppen weit weg sind, verirren sich nur einige Touristen, die die nahen Ehrengräber besuchen, hierher. Viele benutzen auch nur die im Untergeschoss eingerichteten Toiletten und gehen gar nicht in die Kirche. Schade, sie ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Vom Tor 2, dem Haupteingang, aus ist sie nach etwa 10 Minuten Fußweg erreichbar. Der Autobus fährt auf seinem Rundkurs hier nicht vorbei. Ich habe in dieser Bilddokumentation versucht möglichst viele Details einzufangen. Sie zeigen auch jenen Menschen, die nicht die Chance haben diese Friedhofskirche selbst zu besuchen, welch ein Juwel hier verborgen ist. Alle Bilder kann man durch Draufklicken vergrößern. Den Platz für diesen Service hat die Tübinger Internetfirma Heindl-Internet zur Verfügung gestellt. Zur Empore führt ein etwas versteckter Aufzug, der auch Rollstuhlfahrern den Weg in die Kirche erlaubt. Der Blick ins Kircheninnere, aber auch auf den umliegenden Zentralfriedhof, entschädigt für die kleine Mühe der Auffahrt. Vor der Kirche sind in den Gruppen links und rechts einige der vielen Ehrengräber, die ebenfalls ein Anziehungspunkt für den Zentralfriedhof geworden sind. Die Präsidentengruft liegt direkt vor der Karl-Borromäus-Kirche. Hier findet man weitab von ihrer Wirkungsstätte die Särge der österreichischen Bundespräsidenten (nach 1945). Da sie auch an der Ringstraße Monumente haben, kann man verschmerzen, dass diese Anlage eher bescheiden ist und der Bedeutung dieses höchsten Amtes in Österreich nicht gut entspricht. Haben Sie hier nicht das gefunden, was Sie gesucht haben, dann versuchen Sie es bitte mit |
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